Jenaer Team bei der ITFU Europameisterschaft in Italien 2026

Jenaer Team bei der ITFU Europameisterschaft in Italien 2026
Das Team unseres Jenaer Vereins (nicht abgebildet: Maximilian Beyer)

Vom 18. bis 20.09.2026 hatten sechs unserer Vereinsmitglieder die Ehre Deutschland bei der Europameisterschaft der ITFU in Corigliano-Rossano, im Süden Italiens, vertreten zu dürfen. Es war bereits das vierte Mal, dass Wettkämpfer aus unserem Verein bei einer EM des ITFU Weltverbandes vertreten waren. Über viele Monate bereiteten sich unsere Schüler und Trainer vor, um auf der großen Bühne alles geben zu können und um in den Kategorien Einzel-Tul, Freikampf, Power-Bruchtest und Spezialtechnik mit den Besten der Besten zu wetteifern.

Vom Flughafen Hahn aus ging es am Mittwoch (16.09) in den frühen Morgenstunden aus los. Nach der Landung in Bari ging es gemeinsam mit dem irischen Team per Flughafentransfer in das 200km entfernte Resort-Hotel in Rossano.

Ankunft am Flughafen von Bari

Dort angekommen, durfte sich unser Team erst einmal bei bestem Wetter am Pool und am Mittelmeerstrand entspannen. Anschließend nutzte unser Team am Mittwochabend und Donnerstag noch die Gelegenheit zum gemeinsamen Training, um die eigene Tultechnik zu verfeinern und Drills aus dem Sparring zu wiederholen. Am Donnerstagabend erfolgte dann das Wiegen, sowie die Registrierung des Teams, wobei alle Kämpfer ihr bei der Anmeldung angegebenes Gewicht einhielten.

Letztes Training in der Hotelanlage vor der EM

Am Freitag ging es morgens für unser Team mit dem Bus zur Turnhalle, wo für die nächsten drei Tage die Wettkämpfe stattfinden würden. Die Anspannung stieg ständig, trotzdem freuten sich alle Teilnehmer auf spannende Tul und Kämpfe auf höchstem Niveu. Hunderte Wettkämpfer waren aus einer Vielzahl von Ländern angereist, um bei diesem hochkarätigem Event dabeizusein. Nach einer kurzen Besprechung der Kampfrichter und Coaches begann dann zunächst die Eröffnungszeremonie, bei welcher das Turnier- und Organisationskommittee die weitgereisten Teams herzlich willkommenhieß.

Anschließend begann der Wettkampf der Schwarzgurte, der sich über die nächsten zwei Tage erstrecken würde. Sowohl Seth (1. Dan) und Maximilan (4. Dan) hatten bereits an den vergangenen drei Europameisterschaften teilgenommen und waren guter Dinge auch dieses Mal ihr Bestes geben zu können. Beide zeigten starke Tul und konnten sich so gegen diverse Konkurrenten durchsetzen. Seth erreichte in der Kategorie der 1. Dan den zweiten Platz.

Seth (links) auf dem Siegertreppchen

Maximilian konnte sich unter den 4. und 5. Dan den dritten Platz sichern, unterlag aber schließlich im Halbfinale seinem Gegner aus Spanien.

Maximilian (links) nach der Verleihung der Medaillien

Beim anschließenden Sparring gewann Seth ebenfalls die Silbermedaille, für Maximilian reichte es leider nicht für eine Platzierung.

Am nächsten Tag ging es dann für Seth und Maximilian auch gleich weiter; zunächst in der Kategorie Power-Bruchtest. Beim Power-Bruchtest waren mit fünf verschiedenen Techniken (Sidekick, Kreiskick, Fersentritt, Fauststoß und Handkantenschlag) jeweils mehrere Bretter zu zerschlagen bzw. zu zertreten (jeweils drei Bretter für jeden Tritt, zwei Bretter für jeden Schlag). Beiden gelang es jeweils die geforderten drei Bretter mit dem seitlichen Tritt (Yop Cha Jirugi) zu zertreten, was für den weiteren Wettkampf qualifizierte. Bereits an dieser Stelle scheiterten viele andere Kontrahenten, die damit aus dem Wettkampf ausschieden. Nach den übrigen vier Runden war klar, dass Maximilian den zweiten Platz und Seth den dritten Platz erreicht hatte.

Anschließend trat Maximilian zudem noch in der Kategorie Spezialtechnik an, in welcher er bereits 2023 bei der EM in Spanien Gold geholt hatte. Hier reichte es dieses Mal trotz guter Kicks und hoher Sprünge aber "nur" für die Silbermedaille.

Maximilian (links) und Seth (rechts) nach dem Powerbruchtest

Am Sonntag stand endlich dann der Wettbewerb der Farbgurte auf dem Programm. Maira, Cho, Lukas und Cornelius hatten die letzten Tage begierig darauf gewartet, endlich ihr Können unter Beweis zu stellen und ließen diese Gelegenheit natürlich nicht ungenutzt verstreichen.

Tag 3 der EM

Hier gab es bereits beim Tullaufen einen besonderen Anlass zur Freude. Lukas und Cornelius traten gemeinsam bei den Erwachsenen in der gleichen Kategorie an.

Lukas (links) im Halbfinale

Nach mehreren Siegen gegen die Wettkämpfer aus anderen Ländern standen sich beide schließlich im Finale gegenüber.

Cornelius (rechts) im Halbfinale.

Cornelius trug hier nach einer starken Leistung beider Sportler die Goldmedaille und den Sieg davon, während Silber damit an Lukas ging.

Lukas (links) und Cornelius (Mitte) nach dem Tullauf

Maira gelang es ebenfalls im Viertelfinale mit einer starken Yul Gok Tul den Sieg gegen ihre Gegnerin aus Wales zu erringen, bevor sie im Halbfinale leider ihrer Gegnerin aus Polen unterlag und damit den dritten Platz für das deutsche Team holte.

Maira (rechts) auf dem Siegertreppchen

Für unseren, mit 16 Jahren jüngsten, Turnierteilnehmer Cho war es nicht nur die erste Europameisterschaft, sondern sogleich die erste Meisterschaft im Taekwon-Do überhaupt. Trotzdem gelang es ihm, sich gegen starke Gegner durchzusetzen und sowohl in Tul, als auch im Freikampf die Silbermedaille mit nach Hause zu nehmen.

Cho (links) beim Tullauf

Den Abschluss des Turniertages machte Cornelius, der sich bis ins Finale seiner Kategorie vorkämpfte und im Freikampf den zweiten Platz errang.

Cornelius (links) nach dem Freikampf

Für unser ganzes Team war es eine beeindruckende und sehr lehrreiche Erfahrung. Es war besonders erfreulich zu sehen, dass sich unser Jenaer Team mit den besten Europas messen kann. Zugleich bot die Meisterschaft viele Möglichkeiten neue Kontakte zu Kampfsportlern aus ganz Europa zu knüpfen und Taekwon-Do gemeinsam mit anderen, begeisterten Wettkämpfern und Zuschauern zu feiern. Ein besonderer Dank geht an GM Toni Martella und Sabum Laura Martella, die die Meisterschaft organisierten und unserem Team bei der Planung stehts mit Rat ud Tat zur Seite standen. Ein herzlicher Glückwunsch geht zudem an das deutsche Team aus NRW, welches ebenfalls große Erfolge verbuchen konnte.

Gesamtes Deutsches Team mit Teilnehmern aus NRW, Jena und Hamburg